ÖKO-Saatgut
Was sind die Vorteile von geimpften Saatgut?
Die Impfung von Saatgut wird bei Pflanzen angewendet, die in der Erde die Knöllchenbakterien von Leguminosen nutzen.
Um atmosphärischen Stickstoff zu binden, gehen Leguminosen eine Symbiose mit "Rhizobium"-Bakterien ein, die in den Knöllchen an den Wurzeln der Pflanze vorkommen.
Warum werden die Bakterien nicht direkt in die Samen eingebracht?
Auf diesem Prinzip beruht das geimpfte Saatgut, d. h. Saatgut, das mit einem Produkt umhüllt ist, in das Bakterien eingearbeitet wurden.
Diese Methode ist umso interessanter, als die in den Knöllchen vorkommenden stickstofffixierenden Bakterien in europäischen Böden nicht vorkommen, weshalb z. B. Luzernesaatgut häufig geimpft wird. Außerdem ist Luftstickstoff die wichtigste Stickstoffquelle für Leguminosen. Bei Sojabohnen beispielsweise geht man davon aus, dass die Knöllchen 70% bis 80% des von den Pflanzen genutzten Stickstoffs liefern.
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